Bildquelle: markteinblicke.de

Die Altersvorsorge ist angesichts des demografischen Wandels eines der Megathemen unserer Zeit. Welche Rolle die gesetzliche Rente für die aktuell junge Generation spielen wird, lässt sich nicht bis ins letzte kalkulieren. Klar ist nur: Eigeninitiative und Eigenvorsorge sind gefragt. Bleibt jedoch die Frage: Wieviel ist genug?

Anspruch und Wirklichkeit. Eine Antwort auf die Frage nach dem Maß der Vorsorge geben die Zahlen der aktuellen Rentner. Interessante Zahlen dazu liefert die „„. Die Umfrage unter mehr als 22.000 Investoren in 30 Ländern hat ergeben, dass Anleger auf der ganzen Welt nicht ausreichend fürs Alter vorsorgen. Diejenigen, die den Ruhestand noch vor sich haben, sparen 11,4 Prozent ihres Jahreseinkommens, glauben aber, dass sie 13,7 Prozent auf die Seite legen sollten. Im Durchschnitt wünschen sich weltweit 66 Prozent der im Ruhestand befindlichen Anleger, sie hätten mehr gespart. Davon denken 22 Prozent, sie hätten wesentlich mehr zurücklegen sollen. Dieser Trend ist in allen Ländern, in denen die Umfrage durchgeführt wurde, weit verbreitet, ganz besonders in Asien.

Land Prozentsatz   Land Prozentsatz
Südkorea 100 %* Australien 73 %
Thailand 98 % USA 68 %
Hongkong 95 % Italien 59 %
Taiwan 95 % Portugal 59 %
China 94 % Belgien 59 %
Indonesien 93 % Kanada 58 %
Indien 92 % Schweiz 56 %
Chile 89 % Dänemark 51 %
Russland 88 %* Schweden 50 %
Singapur 86 % Frankreich 50 %
Südafrika 85 % Niederlande 46 %
Polen 81 % Österreich 44 %
Brasilien 78 % Deutschland 43 %
Spanien 76 % Großbritannien 42 %
Japan 76 %

*Geringe Basisgröße (n<30) für Russland und Südkorea, daher eingeschränkte Vergleichbarkeit.

Tabelle 1: Die Tabelle zeigt, wie viel Prozent der im Ruhestand befindlichen Anleger in den einzelnen Ländern wünschen, sie hätten mehr für den Ruhestand gespart.

Die Ergebnisse überraschen nicht, denn laut der Umfrage meinen Anleger, nicht genug zu sparen. Im Durchschnitt legen Anleger, die den Ruhestand noch vor sich haben, 11,4 Prozent ihres Einkommens auf die Seite. In Europa sind es 9,9 Prozent, in Asien 13,0 Prozent und in Nord- und Südamerika 12,5 Prozent. Allerdings glauben Anleger, dass sie durchschnittlich 13,7 Prozent sparen sollten, um im Ruhestand angenehm leben zu können. In Europa liegt der Wert bei 12,0 Prozent, in Asien bei 15,3 Prozent und in Nord- und Südamerika bei 15,0 Prozent. Das wirft die Frage auf, wie sie diese Lücke schließen werden.

Die Deutschen und ihrer Vorsorge. Schaut man auf die Rentner in spe hierzulande, stößt man auf folgende Zahlen: Deutsche Anleger, die sich noch nicht im Ruhestand befinden, sparen durchschnittlich sogar nur 10,5 Prozent ihres Einkommens und liegen damit unterhalb des weltweiten Durchschnitts. Um später auskömmlich leben zu können, glauben deutsche Investoren, 12,0 Prozent zur Seite legen zu sollen. Gleichzeitig rechnen jedoch 71 Prozent damit, dass ihre Ruhestandsbezüge dennoch für ein angenehmes Leben im Alter ausreichen werden. Von denjenigen deutschen Anlegern, die sich bereits im Ruhestand befinden, geben 80 Prozent an, dass ihre Bezüge für einen angemessenen Lebensstandard ausreichen. Demzufolge wünschen sich mit 43 Prozent weniger als die Hälfte dieser Befragten, sie hätten zuvor mehr angespart, darunter lediglich 10 Prozent, die sie wünschen, sie hätten wesentlich mehr zurückgelegt.


Grafik 1: In der Grafik ist dargestellt, welchen Prozentsatz ihres Jahreseinkommens Anleger, die den Ruhestand noch vor sich haben, in den einzelnen Ländern fürs Alter sparen beziehungsweise ihrer Meinung nach sparen sollten.

Eine Möglichkeit, mehr zu sparen, besteht darin, länger zu arbeiten, und die noch nicht im Ruhestand befindlichen Anleger sind sich dessen anscheinend bewusst. Auf die Frage, in welchem Alter sie in den Ruhestand gehen wollen und in welchem Alter sie realistischerweise erwarten, sich zur Ruhe setzen zu können, antworteten diese weltweiten Umfrageteilnehmer im Durchschnitt mit 60,2 bzw. 63,0 Jahren.

Deutsche Anleger, die noch nicht im Ruhestand sind, möchten durchschnittlich mit 61,3 Jahren in Ruhestand gehen, erwarten dies jedoch realistisch betrachtet erst mit 64,8 Jahren, was eine deutlich größere Differenz verglichen mit dem globalen Mittel bedeutet.

FAZIT. Der Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist eklatant. Sparer, die sich angesichts der unterschiedlichen Wünsche an ihre Altersvorsorge immer noch mit klassischen Vorsorgeprodukten oder der gesetzlichen Rente begnügen, dürften früher oder später entsetzt aufwachen. Doch mit dem Sachwert Aktie würde die Enttäuschung ausbleiben. Aktien sind nachweislich die beste Möglichkeit, um den voran zu bringen. Da sollte auch niemand lange überlegen. Am besten heute noch ein Depot zu eröffnen – einen entsprechenden kann man hier machen.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre markteinblicke.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

Melden Sie sich . Sie finden dort unser kostenfreies Newsletter-Angebot mit dem Namen “La-Luce Auf die Schnelle” (Wochentags) und “La-Luce D-A-CH Rundschau” (Samstags).

Bildquelle: markteinblicke.de

  • SCHLAGWORTE
TEILEN

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei