Bildquelle: Pressefoto © SAP AG / Reto Klar

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Liebe Leser, 2017 geht gerade zu Ende gegangen. Nun gilt es, durchzuatmen und den Blick zu weiten für das, was an den Märkten im kommenden Jahr auf uns zukommen könnte. Im laufenden Jahr konnte man auch am letzten Handelstag wieder einen Dow Jones mit ATH bewundern.

Damit war das vergangene Börsenjahr gerade im US-Leitindex Dow Jones geprägt von einer rekordniedrigen Volatilität einerseits, einem fast rücksetzerfreien Anstieg um mehr als 25% andererseits. Einige Teilbereiche liefen sogar noch besser als der breite Markt. Dieser Umstand schlägt sich auch auf die Trading-Treff  nieder. Doch wie geht es im Dow Jones weiter?

Jahresschluss des Dow Jones

Am letzten Handelstag des Jahres 2017 Schluss der Dow Jones bei rund 24.764 Punkten und damit 0,5% unter dem am gleichen Tag erklommenen Allzeithoch.

In meinen Beiträgen hatte ich eine solche Entwicklung schon einige Tage vorher vorhergesagt und dieser Vermutung angefügt, dass ein Jahresschlusskurs am ATH das Bullensignal schlechthin wäre. Dafür lief die  bemerkte.

Ich muss zugegeben, dass ich diese Äußerung, ohne die vorherige Auswertung der empirischen Datenlage getätigt habe. Dies möchte ich hier nun nachholen.

Hierzu habe ich die Jahresschlusskurse seit 1970 und die Performance im jeweils darauf folgenden Jahr miteinander verglichen.

Einen Schlusskurs nahe dem ATH habe ich als gegeben angenommen, auch wenn der Jahresschlusskurs nicht weiter als 2,5% vom im Jahresverlauf erreichten Hoch entfernt ist, und auch wenn der Handel an der Wall Street noch einige Stunden geht.

Zunächst lässt sich feststellen, dass diese Bedingung überraschend oft erfüllt wird. Seit 1970 gab es immerhin 19 Jahre, in denen die oben genannte Bedingung erfüllt wurde. Jahresschlusskurse sehr nahe am Jahreshoch sind also tatsächlich keine Seltenheit!

Die Statistik am Jahresende

Zunächst einmal sei auf die Tatsache hingewiesen, dass der Dow Jones seit 1970 eine durchschnittliche Jahresperformance von annähernd 8,7% erzielt hat. Soll ein Schlusskurs nahe am ATH also ein besonders starkes Bullensignal sein, so muss diese durchschnittliche Performance deutlich übertroffen werden.

Die Auswertung der Daten liefert sodann überraschende Ergebnisse:

Der Mittelwert der Jahresperformance nach einem Jahresschlusskurs nahe ATH liegt bei 7,12%, also sogar rund 1,6% unter der durchschnittlichen Jahresperformance des Dow Jones.

Dabei brachte das stärkste Jahr einen Anstieg um 26,97%, das schwächste Jahr im Analysezeitraum brachte Kursverluste in Höhe von 17,27%.

Die Standardabweichung der Daten liegt bei immerhin 13,16, was auf eine starke Streuung der Werte um den Mittelwert hinweist.

Dieser Wert sagt aus, dass die Jahresperformance tatsächlich um durchschnittlich 13,16% vom errechneten Mittelwert abweicht.

Schlussfolgerungen

Wie anhand der ausgewerteten Daten seit 1970 festgestellt werden konnte, bedeutet ein Schlusskurs nahe am ATH nicht, dass im Folgejahr freie Fahrt für die Bullen besteht.

Im Gegenteil: Die Statistik zeigt, dass auf solche Jahre in der Tendenz eher mit einer unterdurchschnittlichen Performance zu rechnen ist, jedenfalls soweit man den Mittelwert betrachtet.

Die hohe Standardabweichung ist allerdings ein Indiz dafür, dass das Kriterium „Jahresschluss am ATH“ praktisch keine entscheidende Auskunft darüber geben kann, wie das Folgejahr verlaufen wird.

Es gibt u.a.  eine Menge weiterer Statistiken, die Ihr Trading unterstützen können. Doch darüber gerne im neuen Jahr mehr.

Ich wünsche allen Lesern einen guten Start in das neue Jahr mit viel Gesundheit und Glück!

Bis zum nächsten Mal

Ihr Thorsten Kock

 

Dieser Beitrag wurde von zur Verfügung gestellt. Dort gibt es Analysen, Wissen und Emotionen zum Trading.

Thorsten Kock hat sich auf Ausbruchshandel und Scalping unter Zuhilfenahme mechanischer Ein-/Ausstiegsregeln spezialisiert. Unter Verwendung klassischer Methoden der Charttechnik optimiert er diese ständig und lässt Sie hier daran teilhaben.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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