Über Facebook (WKN A1JWVX) lässt sich ja so manches sagen. Als Anleger dürfte die Meinung jedoch mehrheitlich negativ sein. Denn nach dem vollkommen hochgehypten Börsengang (ich war auch deutlich euphorischer, als es gerechtfertig gewesen wäre) brach die Aktie ein. In Dollar gerechnet verloren Erstzeichner mehr als 50 Prozent in der Spitze. Doch mittlerweile scheint die Stimmung etwas gedreht zu haben, denn die Aktie erholt sich seit Mitte November beständig. Immer neue, positiv gestimmte Analysten sorgten zuletzt für Kauflaune. Da stellt sich die Frage ob nun der große Ausbruch kommt.

Der gestrige Kuprung von 8 Prozent an der NASDAQ hat manch Anleger auf dem falschen Fuß erwischt. Im Vorfeld hatte sich das Analystenhaus Bernstein positiv über das Social Network geäußert. Neben einer Heraufstufung von „market-perform“ auf „outperform“ wurde auch das Kursziel von 23,00 auf 33,00 Dollar erhöht. Als Grund nannte man das unterschätzte Umsatzpotenzial. Dabei würde die erfolgreiche Monetarisierung des Newsfeed-Dienstes ebenso wie die Einführung von Facebook Exchange als Grundlage für die Entwicklung neuer Umsatzströme dienen. Dementsprechend positiv fällt auch die Umsatzprognose von Bernstein aus. Für 2013 wird ein Umsatz von 6,976 Mrd. Dollar erwartet, ggü. Konsensschätzungen von 6,388 Mrd. Dollar.
Heute legte Sterne Agee im Rahmen ihrer „Buy“-Einschätzung nach und erhöhte das Kursziel von 26,00 auf 32,00 Dollar. Dabei sieht man die Marktchancen weiterhin als groß an. Vor allem hinsichtlich des Mobilgeschäfts.

Offenbar wird das operative Geschäft inzwischen doch besser eingeschätzt, als bislang. Diese Stärke würde die Kursentwicklung also durchaus rechtfertigen. Wenn man sich nun auch mal den Chart anschaut, sieht die Lage ebenfalls nicht mehr ganz so schlecht aus. Aktuell notiert die Aktie über den wichtigsten GD.


Quelle: boerse.de

Zusammenfassend könnte man also durchaus positiv für die Facebook-Aktie gestimmt sein. In Euro-Basis dürften Kurse von 24/25 Euro in etwa den durchschnittlichen Kurszielen auf Dollar-Basis entsprechen. Somit hat die Aktie also noch rund 15-20 Prozent Potenzial. Wer dem Braten derzeit nicht traut, muss noch bis zum 23. Januar 2013 warten – dann gibts die nächsten Quartalszahlen. Dann auch hoffentlich mit soliden Mobilumsätzen. Doch bis dahin könnte der Ausbruch erfolgt und die Aktie schon auf dem Weg in Richtung 30 Euro sein.
Zum Abschluss noch ein, wie ich finde humorvoller, aber durchweg negativer Blick auf Facebook. Bei der Grünen Jugend warnte man jüngst vor der Nutzung des Social Networks, da u.a. Goldman Sachs daran beteiligt ist. Das liest sich dann so: „Dieser wirklich wirklich wirklich sehr sehr bösen Bank gehören Teile von Facebook. Bei der nächsten Banken-Demo, die auf Facebook organisiert wird, bitte daran denken.“

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[…] Während die meisten Branchen unter den Folgen der Euro-Krise zu leiden haben, scheint die Luxusgüterindustrie derzeit immun gegen diese Probleme zu sein. Es ist vor allem das Wirtschaftswachstum in den aufstrebenden Schwellenländern Asiens und der steigende Reichtum der Mittelschicht in diesen Staaten, der Luxusgüterhersteller wie die französische LVMH-Gruppe (Louis Vuitton Moet Hennessy) (WKN 853292) frohlocken lässt. Mehr zu Schampus und Co. hier. Nachrichten gab es zudem aus dem österreichischen Finanzsektor. Zum einen die Zahlen der UNIQA Group (WKN 928900). „Naja“ könnte man dazu sagen. Erst recht wenn wir uns dann noch den Chart und die Aussichten auf steigende Kurse… Read more »

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[…] bisherige Zick-Zack-Kurs war für Erstzeichner keine Freude, wer jedoch im November mutig war, konnte schon satte Gewinne einfahren. Die diversen gleitenden Durchschnitte zeigen zudem […]

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