Bildquelle: Pressefoto Balda AG

Die Aktionäre des Kunststoff-Spezialisten (WKN 521510) dürften hoffen, dass das im SDAX gelistete Unternehmen nach dem Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Naschke, endlich zur Ruhe kommt. Zuvor hatte der Machtkampf zwischen dem Großaktionär Thomas van Aubel und dem Aufsichtsrat die Stimmung beim Unternehmen aus dem ostwestfälischen Bad Oeynhausen belastet und nun die zweite außerordentliche Hauptversammlung innerhalb weniger Wochen notwendig gemacht.

Naschke gab seinen Rücktritt am Mittwoch zu Beginn seiner Rede bei der Hauptversammlung bekannt. Demnach wolle er „im Interesse und zum Wohl der Gesellschaft eine Neubesetzung des Aufsichtsrates ermöglichen.“ Diese hatte Aubel, der über die Elector GmbH rund 30 Prozent der Anteile an Balda hält, vehement gefordert. Er warf dem Aufsichtsrat unter Naschke Inkompetenz vor. Außerdem wurde Naschke bei der Staatsanwaltschaft Berlin angezeigt. „Die Strafanzeige gründet sich auf den Verdacht des versuchten Betrugs in Höhe von 4 Mio. Euro zulasten der Balda AG im Zusammenhang mit Optionsscheine“, teilte Elector bereits am Montag mit.

Es bleibt abzuwarten, ob mit dem Rücktritt Naschkes, endlich wieder Ruhe bei Balda einkehren kann. Immerhin hatte Vorstandschef Dominik Müser zuvor eingeräumt, dass die Streitigkeiten die Geschäfte des Kunststoffteile-Herstellers belasten würden. Während Kunden durch den öffentlich ausgetragenen Zwist verunsichert seien, habe ein großer Abnehmer der Medizintechnik bereits einen Folgeauftrag verschoben, hieß es. Trotzdem wurden die Jahresziele bekräftigt. Im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 soll sowohl vor wie auch nach Sondereffekten ein Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zu Buche stehen.

Die Balda-Aktie hat sich von der Dividendenausschüttung im vergangenen November nur schwerlich erholt. Zwar waren die 2-Euro-Ausschüttung schon eine Weile bekannt, dennoch scheint sie sowie die Kursfolgen nach wie vor viele Anleger zu verunsichern. Dazu belasten auch die schwächeren Geschäftsaussichten das Anlegervertrauen. Daher ist die Aktie auch fundamental schwer einschätzbar. Charttechnisch ist die Aktie dagegen derzeit durchaus positiv zu werten, nachdem alle wichtigen Indikatoren nach oben durchbrochen wurden. Sollte nach der heutigen außerordentlichen Hauptversammlung nun endlich Ruhe einkehren, dürfte auch der Kurs sich positiv entwickeln.

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2 Kommentare auf "Balda: Kehrt nun wieder Ruhe ein?"

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Wieviele ao HV will von Aubel noch einberufen ?
Die naechste im Oktober, eine im November und nochmals eine im
Dezember kurz vor Weihnachten ?
Wenn Balda auf Solar umgestellt wird, ist die naechste Insolvenz vorprogrammiert !
Fuer TvA ein Tipp von einem Anlegerlein :
“ Schuster, bleib bei Deinen Leisten ! „

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