Bildquelle: Pressefoto © voestalpine

Der österreichische Stahlkonzern voestalpine (WKN ) hat mit einem schwierigen Marktumfeld zu kämpfen. Allerdings steckt das ATX-Unternehmen deshalb nicht den Kopf in den Sand. Die Linzer bleiben auf der Suche nach neuen Gelegenheiten, zu wachsen und das Geschäft auf eine breitere Basis zu stellen.

Jetzt hat voestalpine die Übernahmen zweier Unternehmen in China und Spanien bekannt gegeben. Die Advanced Tooling Tek (ATT) in Shanghai und die Sermetal-Gruppe mit Sitz in Barcelona sollen Österreichs größtem Stahlkonzern dabei helfen, seine weltweit führende Position als Anbieter von Spezialstählen auszubauen. Beide Gesellschaften sind auf die Bearbeitung und den Vertrieb von Edelstahlprodukten für den Werkzeug- und Formenbau spezialisiert, zu deren Hauptabnehmern die Automobil- und Elektronikindustrie zählen.

„Mit den Übernahmen von ATT und Sermetal folgen wir unserer Strategie, vor allem in der Zukunftsbranche Mobilität weiter zu wachsen und die Wertschöpfungskette in Richtung Endkunden konsequent zu verlängern. Die neuen Vertriebs- und Servicecenter bringen die voestalpine noch näher an ihre Kunden und ermöglichen es, neben kompletten Edelstahlprodukten auch Hightech-Stahlveredelung vor Ort anzubieten. Gleichzeitig bedeuten die Akquisitionen eine weitere Absicherung unserer Weltmarktführerschaft im Bereich Werkzeugstahl für anspruchsvolle Anwendungen“, so kommentierte Franz Rotter, voestalpine-Vorstandsmitglied und Chef der Special Steel Division, die jüngsten Übernahmen.

Neben verschiedenen Maßnahmen, mit denen voestalpine der allgemeinen Marktschwäche begegnen möchte, könnte auch eine Markterholung selbst für mehr Kurspotenzial bei der voestalpine-Aktie sorgen. Die Analysten bei Goldman Sachs haben eine leichte Erholung der Stahlpreise ausgemacht. Leider sei diese aus Analystensicht nicht grundlegend, weshalb das „Neutral“-Rating für die voestalpine-Aktie trotz einer Kurszielanhebung von 26,00 auf 27,00 Euro bestätigt wurde.

Chart: Comdirect

Während voestalpine in einem schwierigen Gesamtmarktumfeld mit seiner Nischen- und Spezialisierungsstrategie punkten kann, macht dem Unternehmen die hohe Abhängigkeit vom kriselnden Öl- und Gassektor zu schaffen. Sollten die Energiepreise wie zuletzt anziehen, dürfte dies auch der voestalpine-Aktie zugutekommen.

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Bildquelle: Pressefoto © voestalpine

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