Bildquelle: Pressefoto Jan Oelker / Nordex

Die Nordex-Aktie (WKN ) kommt seit März nur schwer in Fahrt. Nach Jahren der Aufwärtsbewegung können auch immer neue Erfolgserlebnisse den Kurs nicht mehr voranbringen. Angesichts einer sich eintrübenden Auftragslage werden Anleger hierzulande immer skeptischer. Mit nachvollziehbaren Gründen.

Eigentlich wären die ein Grund zur Freude gewesen. Der Umsatz war um 28,3 Prozent auf 637,0 Mio. Euro gestiegen und der Konzerngewinn sogar um über 72 Prozent auf 25,5 Mio. Euro. Doch bei aller Freude über den starken Jahresauftakt sorgt der Rückgang beim Auftragseingang um 16 Prozent auf 541,0 Mio. Euro für Unruhe. Zwar wird sich das sicherlich durch die Integration von Acciona Windpower wieder verbessern. Dennoch ist auch klar, dass die Goldgräberstimmung in der Branche – nicht nur in Deutschland – vorbei ist.

Ein Gradmesser ist hierfür Schleswig-Holstein. Dessen Umweltminister Robert Habeck erklärte dieser Tage in einem , dass er das Tempo bei der Energiewende herausnehmen will. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Der Umweltminister sieht vor allem die Akzeptanz in der Bevölkerung schwinden, weshalb der Ausbau der Windenergie deutlich sinnvoller gestaltet werde. Wenn aber bereits ein Grüner Sätze formuliert wie: „Ein Atomkraftwerk konnte man noch mit Polizeischutz durchsetzen. Wenn wir jedes Windrad mit einer Polizeihundertschaft schützen müssen, dann geht es nicht mehr. Wir sind darauf angewiesen, dass die Leute es mittragen“, weiß man um die Probleme der Energiewende. Zudem könnten durch eine langsamere Umsetzung die Interessen vom Klima- und Artenschutz bis hin zum Schutz des Wohnumfeldes besser austariert werden.

Zurück zu Nordex: Als Spezialist für On-Shore-Anlagen ist der TexDAX-Konzern von den Problemen in der Landschaftsgestaltung besonders betroffen. Doch da Nordex nicht nur in Deutschland, sondern weltweit aktiv ist. Dürften sich die Probleme hierzulande wieder ausgleichen. Wenn schon immer mal interessiert hat, wie ein Windrad entsteht und wie es aufgestellt wird, sei auf eine interessante Doku beim NDR verwiesen – natürlich mit Nordex-Anlagen:

Chart: Ariva
Chart: Ariva

Charttechnisch ist die Aktie seit dem Durchbruch unter die 200-Tage-Linie angeschlagen. Dennoch sollte man Nordex noch nicht abschreiben. Der langfristige Aufwärtstrend ist nach wie vor intakt. Von daher sieht so mancher Anleger auf dem aktuellen Kursniveau ein Einstiegsniveau. Analysten wie die NordLB („Kaufen“, Kursziel: 32 Euro) oder die Commerzbank („Buy“, Kursziel: 37 Euro) sind ebenfalls optimistisch. ganz interessant.

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Bildquelle: Pressefoto Nordex

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