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Bargeld ist und bleibt des Deutschen (und Österreichers) liebstes Zahlungsmittel. Das verwundert nicht. Für viele Verbraucher ist die Kontrolle über das eigene Geld wichtig. Zudem gibt es nach wie vor viele Gründe, warum Plastikgeld kritisch gesehen wird.

Laut der EHI-Studie „“ nimmt der kartengestützte Umsatz des deutschen stationären Einzelhandels seit Jahren stetig zu, auch 2016 konnte wieder ein deutliches Plus erzielt werden. Insbesondere die girocard (die frühere EC-Karte) verzeichnet einen satten Zuwachs.

Begünstigt wird die positive Entwicklung auch durch die Gebührenliberalisierung, die für eine gesteigerte Kreditkartenakzeptanz bei den Händlern gesorgt hat. Aber dennoch: Bargeld bleibt das beliebteste Zahlungsmittel der Deutschen.

Der Blick zu unseren Nachbarn in Österreich verrät – auch dort ist Cash King:

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Inwiefern die neuesten Bemühungen der Banken, die Bargeldversorgung mit Gebühren zu belegen, eine Wirkung auf die Bargeldnutzung haben wird, wird die Zeit erst zeigen. Klar ist aber:

Obwohl der Umsatzanteil von Bargeld bei nur noch etwas mehr als der Hälfte (51,3 Prozent) des Gesamtumsatzes liegt, zahlt der deutsche Kunde trotzdem nach wie vor die meisten (77,9 Prozent) seiner Einkäufe bar. Vor allem für geringfügige Beträge wird bevorzugt Bargeld eingesetzt. Das dürfte auch auf Dauer so bleiben. Elektronische Lösungen – egal ob via Karte oder Handy – haben sich bislang nicht durchgesetzt.

Bargeld hat für viele Menschen nach wie vor den Vorteil des Haptischen. Zwar ist auch ein 50-Euro-Schein () das Material nicht Wert, aus dem er besteht. Aber das Vertrauen in die herausgebende EZB ist so groß, dass jeder den Geldschein akzeptiert.

In elektronische Hilfsmittel vertrauen dagegen längst nicht so viele. Die Zahlen zeigen zwar, dass Online-Banking auf dem Vormarsch ist, aber wenn man auf den europäischen Vergleich blickt, fällt auf, dass andere Länder schon deutlich weiter in Sachen Internetbanking sind. Deutschland ist lediglich Mittelmaß. Aber was will man von einem Land, dass nicht einmal den flächendeckenden Breitbandausbau auf die Reihe bekommt auch erwarten.

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Am Ende bleibt: Anleger haben in den letzten Monaten vermehrt wieder Bargeld zu schätzen gelernt. Einzig der Geldschein weiß, durch wessen Hände er schon gegangen ist. Das Abheben am Automat kostet zum Teil Gebühren und wird daher in Zukunft nur noch dann genutzt werden, wenn es gebraucht wird.

Verbraucher werden so quasi in das Online-Banking getrieben. Ob das jeder mitmacht oder ob es nicht doch Ausweichbewegungen gibt, wird erst im Rückblick zu erfahren sein.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre markteinblicke.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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[…] Doch die Zeiten sind vorbei. Zum einen verlangen Banken längst Gebühren, wenn man sein Kleingeld vorbeibringt, zum anderen sorgt die Niedrigzinsphase dafür, dass Sparen generell nicht mehr ertragreich ist. Und dennoch: In Deutschland werden die kupferfarbenen Münzen noch immer geschätzt. Cash ist King. […]

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[…] Doch die Zeiten sind vorbei. Zum einen verlangen Banken längst Gebühren, wenn man sein Kleingeld vorbeibringt, zum anderen sorgt die Niedrigzinsphase dafür, dass Sparen generell nicht mehr ertragreich ist. Und dennoch: In Deutschland werden die kupferfarbenen Münzen noch immer geschätzt. Cash ist King. […]

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