17. Juli 2018
Wiener Melange

Wiener Melange

Zufällig

Während der DAX zumindest schon wieder in die Nähe seines Jahreshochs vordringen konnte, ist der ATX  noch immer ein gutes Stück von seinem Höchststand...

Bei der Telekom Austria (WKN 588811) läuft es nicht rund. Schaut man sich die aktuellen Zahlen an und berücksichtigt zudem die für Privatanleger zunehmend schwierige Aktionätruktur dürfte man auf dem aktuell hohen Kursniveau am besten leise servus sagen. Die nahende Kapitalerhöhung macht zudem wenig Lust auf weitere Experimente. Das Kurspotenzial dürfte inzwischen ausgeschöpft sein.

Bei Rosenbauer (WKN 892502) ist der Wachstumstrend völlig intakt. Der Feuerwehrausrüster hat im ersten Quartal des laufenden Jahres mit 191,3 Mio. Euro 25 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahr. Neben positiven Währungseffekten trugen vor allem verstärkte Lieferungen in die arabischen Länder zu der Steigerung bei.

Der österreichische Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (SBO) (WKN 907391) hatte Mitte Januar bereits einige wenig erfreuliche Eckdaten für das Geschäftsjahr 2015 präsentiert. Daher gab es nun bei der Vorstellung genauer Ergebnisse keine bösen Überraschungen.

Österreichische Immobilienaktien gehörten in den vergangenen Jahren sicherlich nicht zu den Lieblingen der deutschen Anleger – ganz im Gegenteil zu den großen MDAX-Werten mit Heimatmarkt Deutschland. Gerade aus diesem Grund besitzen viele Titel noch einiges an Aufholpotenzial zu den Bewertungen, die sie vor der Finanz- und Wirtschaftskrise innehatten. Dazu gehören nicht nur die großen Immobilienwerte aus dem ATX sondern auch die etwas kleineren Titel wie S IMMO (WKN 902388). Dabei konnte sich der Spezialist für Immobilieninvestments zuletzt über eine Anhebung des Kursziels für seine Aktie durch die Analysten von SRC Research freuen. Dennoch ist zuviel Euphorie auch nicht angebracht.

OMV ist der größte börsenotierte Industriekonzern Österreichs. Im Bereich Exploration und Produktion ist OMV in den zwei Kernländern Rumänien und Österreich aktiv und hält ein ausgewogenes internationales Portfolio. Einen schweren Rückschlag musste in der vergangenen Woche das von der Europäischen Union unterstützte Nabucco-Projekt hinnehmen: Die geplante Pipeline wird kein Gas vom aserbaidschanischen Gaskonsortium Shah Deniz II erhalten. Auf den OMV-Aktienkurs hatte die Nabucco-Niederlage so gut wie keinen Einfluss.

Mit einem Plus von 30,6 Prozent zählte der österreichische ATX® (WKN: 969191 / ISIN: AT0000999982) Index 2017 zu den stärksten Indizes in Europa und in den ersten Handelstagen 2018 hängt der Standardwerteindex aus der Alpenrepublik den DAX® (WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008), EUROSTOXX® 50 (WKN: 965814 / ISIN: EU0009658145) und die meisten anderen europäischen Aktienindizes zunächst ab.

Nach fast genau zwei Jahren muss Flughafen Wien (WKN 884216) den wichtigsten österreichischen Börsenindex ATX (WKN 969191) verlassen. Dafür freut man sich bei dem seit 2008 in Wien gelisteten steirischen Leiterplattenhersteller AT&S (WKN 922230) über eine Indexaufnahme. Die jüngsten Indexveränderungen sind jedoch nicht der einzige Grund, warum der ATX derzeit im Fokus steht.

Hervorragende Zahlen hat der Flughafen Wien (WKN: A2AMK9 / ISIN: AT00000VIE62) für die ersten neun Monate 2016 präsentiert: Die Zahl der Reisenden erreichte mit rund 17,68 Mio. einen neuen Rekord. Zudem war der Juli mit 2,43 Mio. Fluggästen der passagierstärkste Monat der Unternehmensgeschichte.

Die Aktienmärkte zeigten sich zum Wochenschluss von der zurückhaltenden Seite. Besonders die Meldungen aus China sorgten für Unruhe. Sorgen bereitet hier die erneut gestraffte...

2015 war für den österreichischen Ziegelhersteller Wienerberger (WKN 852894) das beste Jahr seit der Finanzkrise. Umsatz auf Rekordhoch, Ergebnisse erneut verbessert und eine deutliche Dividendenerhöhung. Das spricht für sich. Allerdings wird 2016 kein einfaches Jahr für das ATX-Unternehmen.

Der Jahresstart 2014 ist beim österreichischen Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann (SBO) (WKN 907391) nicht gerade berauschend ausgefallen. Allerdings wecken die deutlich verbesserte Auftragslage und der wachsende Energiehunger auf der Welt Kursfantasien beim ATX-Wert.

Kürzlich hatte S&T (WKN: A0X9EJ / ISIN: AT0000A0E9W5) einen gewaltigen Deal angekündigt, den CEO Hannes Niederhauser als „den größten Deal seines Lebens“ bezeichnet. Die taiwanesische Foxconn steigt mit 29,4% bei S&T ein, die wiederum selbst 29,9% an der Kontron AG übernimmt. Im Zuge dieser Transaktion steigt Großaktionär Grossnig komplett aus und auch Niederhauser verkauft rund die Hälfte seiner Aktien an die Foxconn.

Der Flughafen Wien hatte bereits starke Passagierzahlen für das Geschäftsjahr 2016 präsentiert. Jetzt konnte der Flughafenbetreiber mit anderen, ebenfalls beeindruckenden Kennzahlen nachlegen. Allerdings gab es auch einen Wermutstropfen.

Laut der Wiener Börse hat es mit PORR Österreichs ältestes börsennotiertes Unternehmen endlich zum ersten Mal in seiner Börsengeschichte in den Leitindex ATX geschafft. Doch jetzt soll erst so richtig die Post abgehen.